Als ich Kind war, bekam ich von unseren Nachbarn immer wieder mal zu hören: «Das macht ihr nur so komisch, weil deine Mutter Holländerin ist!» Dies half mir nicht, die Schweiz voll als meine Heimat anzusehen. Es grenzte aus, unterstrich die Andersartigkeit und es war eher so, dass ich einen trotzigen Stolz entwickelte, anders zu sein, nicht so normal schweizerisch!

 

Ich wollte herausfinden, was Freunde und Bekannte aus anderen Kulturen mir dazu sagen können und was ihre Erfahrungen und Empfindungen sind. Darum interviewte ich mehrere Leute.

 

Meinen Gesprächspartnern stellte ich folgende Fragen:
1. Was verstehst du unter Heimat?
2. Hat sich dein Heimatgefühl verändert, seit du (wieder) in der Schweiz lebst?
3. Was hat das mit deinem Glauben zu tun?

 

Hier sind die Antworten der sechs Personen.

 

Ich wurde durch diese Interviews reich beschenkt und auch meine Interviewpartner fühlten sich geehrt, dass sie ihre Gedanken und Empfindungen formulieren konnten.
In ihren Erzählungen schimmert Dankbarkeit durch, trotz Schwierigem und Schmerzhaftem, das da und dort erlebt wurde. Diese «Dankbarkeit trotz allem» wünsche ich uns allen.

 

Autorin: Barbara Müller
Foto: MEOS Interkulturelle Dienste
4.1.21