Am Nationalen Runden Tisch der Arbeitsgemeinschaft interkulturell nahmen Delegierte von Gemeinden, Werken oder Gemeindeverbänden aus der ganzen Schweiz teil. Thema des Anlasses war «Gemeindegründung» und die Fragen, wie lokale und internationale Leiter und Teams neue Gemeinden in der Schweiz gründen, wie die Herangehensweise von Schweizern und Migranten sich unterscheidet und was sie voneinander lernen können. Ziel des Runden Tisches war es, die Chancen und Hürden der Zusammenarbeit zu erkennen, zu diskutieren und anzugehen.

 

Neuen Gemeinden werden gegründet – aber wie und durch wen?
Im ersten Teil traten fünf Pastoren auf, die junge Kirchen leiten. Sie sprachen über ihre Zielgruppen und Standorte, aber vor allem über ihre Beweggründe. John Babar (Praise Church), Karam Abdelmasseeh (Arabische Kirche Bern) und Gajanthan Vasantharuban (Airport Church) liegen Menschen aus ihren ethnischen Gruppen am Herzen. John und Gaji möchten vor allem Secondos in der Schweiz erreichen und ihnen eine Gemeinschaft bieten, die sie versteht. Philipp Kropf (Fire Crew – Chrischona Lausanne) leitet eine interkulturelle Kirche für junge Menschen und träumt davon, dass alle Kulturen zusammenkommen und gemeinsam Gott loben.

 

In einer zweiten Runde erzählte Stefan Fuchser (NC2P) von geführten nationalen Gemeindegründungsprozessen und von den Chancen und Vorteilen einer neugegründeten Gemeinde. Diese hätten einen Aussenfokus, sie konzentrierten sich auf die Bedürfnisse in der Umgebung, die Teams seien hochmotiviert und die Kirchen ein Ort der Ausbildung, Kreativität und Innovation. Weiter berichteten Larwin Nickelson (Oikos und Oikos International Church), Carl Shipley (Redeemed Christian Church of God, RCCG), Carl Hardmeier (Iglesia Cristiana Hispano-Suiza) und Irene und Jaziel Rodrigues als Leitende von etablierten internationalen Kirchen und Migrationskirchen über ihren Weg zur Gemeindegründung in der Schweiz, ihre Erfahrungen und Wünsche. Eine spannende Vielfalt, die Gesprächsstoff schaffte für die darauffolgenden fünf moderierten Workshops. Die Gruppen tauschten über Integration und Barrieren in der Schweiz, über Bedürfnisse der schweizerischen und Migrantengemeinden, über Strukturen in den Kirchen und über ihre Zukunft aus. Die Gesprächsrunden boten die Gelegenheit, Fragen und Themen auf den Grund zu gehen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu bereichern.

 

Was uns alle verbindet
Die Kulturen, die Herausforderungen und das «Wie» mögen sehr unterschiedlich sein, doch eines verbindet alle Teilnehmenden: den Wunsch, dass Jesus seine Gemeinde baut, dass wir sein Werkzeug sein können und dass so viele Menschen wie möglich Gott kennenlernen. Carl Shipley drückte es so aus: «Wir möchten ein Mitglied in jeder Familie in der ganzen Welt erreichen und für Jesus gewinnen. Das können wir tun, indem wir uns an Jesus orientieren, da wir ihn repräsentieren. Lasst uns beten und Gott ermöglichen, seine Kirche aufzubauen. Er ist es, der die Kirche wachsen lässt und sie bevölkert.»