Wer den Gottesdienst der eritreischen Church of the Living God in Aarau besucht, kann am Sonntagmorgen länger ausschlafen. Denn dieser Gottesdienst beginnt erst am Nachmittag. Zudem erhält der Besucher Einblick in eine neue Kultur.

 

Herzlich Willkommen

Von links und rechts werde ich herzlich begrüsst, als ich den Gottesdienstsaal betrete. Es wird bereits auf Tigrinya gesungen, dazu hört man laute Freudenschreie. Ich finde einen Platz neben einer Frau, die mir die Bedeutung der Lieder erklärt. Als Schweizerin bin ich hier klar in der Minderheit. Aber: ich bin herzlich willkommen.

Ein Lied fliesst in das andere, eine ganze Stunde lang. Nach dem Singen beginnt eine Frau zu predigen. Die Predigt handelt vom Fundament im Glauben – nämlich Jesu Opfer für uns am Kreuz, das unsere Beziehung zu Gott wiederherstellt. Wir werden ermahnt, kein „christliches“ Leben aus eigener Kraft zu leben, sondern allein auf dieses Fundament zu bauen.

 

Begegnungen

Der Gottesdienst geht zu Ende und meine Sitznachbarin führt mich nach oben, wo wir noch mit Tee und eritreischem Brot im Gespräch verweilen. Ich nehme einen Schluck des süssen Tees, während ein siebenjähriges Mädchen begeistert mit mir quatscht.

Nach einiger Zeit mache ich mich auf den Weg nach Hause, dankbar für dieses Erlebnis und die neuen Begegnungen.

 

Internationalen Gottesdienst besuchen

Möchten Sie auch einen internationalen Gottesdienst erleben? Ich kann Ihnen versprechen, er wird anders sein, als Sie sich gewohnt sind. Er wird vielleicht verspätet beginnen und länger dauern als Sie erwarten. Er ist vielleicht lauter als Sie es gewohnt sind. Aber ich bin mir sicher: Sie werden herzlich willkommen geheissen.

 

Informieren Sie sich auf www.interculturel.info > IK-Adressen > Internationale Kirchgemeinde. Scrollen Sie durch die Liste oder suchen Sie anhand der Sprache oder Region nach einer Gemeinde. Und fragen Sie am besten vorher nach, um welche Zeit Sie kommen sollen.

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Autor: Susanna Pope
Foto: Church of the living God
22.6.2019